Text zur Kunst

Das Fremde zu Hause

Vom Menschen eingeschleppte ARTen  - Neobiota

Das Thema „Neobiota“ hat Iris Stephan zu einer künstlerischen Auseinandersetzung gereizt, weil es widersprüchlich und vielschichtig ist, weil Vermutungen sich an der Realität messen lassen müssen und Befürchtungen sich in Albträume verwandeln können. Weil Begriffe wie „Fremdling“, „Gefangenschaftsflüchtling“ oder „Invasor“ assoziativ sind, Vakuen aufbauen und, durch das Moment der freiwilligen oder unfreiwilligen Bewegung, gleichermaßen an menschliche und tierische Aktivitäten denken lassen. Die exotische Artenvielfalt im Garten der Schmetterlinge wird im Rahmen dieser Ausstellung um etliche „eingeschleppte“ Arten erweitert und gleichzeitig zur Projektionsfläche für menschliche Phantasie.

Das Fremde zu Hause

Die Geschichte der Puppenstuben geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Damit greift Iris Stephan weit in die Vergangenheit und bedient sich dieses geschlechtsspezifischen Spielzeuges um Räume zu schaffen, in denen der Mensch selber unsichtbar und identitätslos bleibt. Ausgestorben sind sie. „Ausgeflogen“ scheinen die einstigen Bewohner.... So wird man aufgefordert, diese Räume mit eigenen Vorstellungen und Erinnerungen anzufüllen: ein Prozess von Erinnern, Vergegenwärtigen und Bewahren.
Der grüne Pflanzendschungel des Tropenhauses wirkt surreal und fremd.
Beim genauen Hinsehen erkennt man, das sich in einigen Stuben etwas eingenistet hat. Etwas, das die neue Heimat okupiert um Begriffe wie „Verschleppung“, „Raum“ oder „Flüchtling“ mit neuem, fremden Leben zu füllen…

Installation im Schmetterlingsgarten Sayn

 

Installation im Schmetterlingsgarten Sayn

 

Installation im Schmetterlingsgarten Sayn

 

Inszenierte Fotografie

 

Inszenierte Fotografie

 

Inszenierte Fotografie

 

Inszenierte Fotografie

 

Inszenierte Fotografie

 
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