Text zur Kunst

Eiersammlung

„Der Unterschied ist, meine Herren, dass Sie es hätten tun können, ich hingegen habe es getan!“                                                                                                    (Christoph Kolumbus)

Kolumbus wird nach seiner Rückkehr aus Amerika im Jahre 1493 vorgehalten, es sei ein Leichtes gewesen, die „Neue Welt“ zu entdecken, es hätte dies schließlich auch jeder andere vollführen können. Daraufhin verlangt Kolumbus von den anwesenden Personen,
ein Ei auf der Spitze aufzustellen. Es werden viele Versuche unternommen, aber niemand schafft es. Alle sind schließlich davon überzeugt, dass es sich hierbei um eine unlösbare Aufgabe handelt, und Kolumbus wird darum gebeten, es selbst zu versuchen. Dieser schlägt das Ei mit der Spitze auf den Tisch, so dass es stehen bleibt. Als die Anwesenden protestieren, dass sie das auch gekonnt hätten, antwortete Kolumbus: „Der Unterschied ist, meine Herren, dass Sie es hätten tun können, ich hingegen habe es getan!“

Witzig, ironisch, provokant, stell sich das in einer Sofaecke ruhende Ei dem Betrachter da. Witzig und ironisch scheint es doch die bürgerlich reglose Sofaseligkeit widerzuspiegeln.
Provokant wird es durch die Umleitung des textlichen Geschehens in die Bahnen der Mo-dernen Kunst. Iris Stephan stellt die Frage, ob es der Künstler ist, der neue Sichtweisen er-öffnet bzw. neue Welten entdeckt und wie es ist, wenn neue Ideen mit einem einfachen
„Das kann doch jeder!“ kommentiert werden. Letztendlich geht es bei dieser Arbeit um die Feststellung dass nur die Tat etwas bewirken kann.
 

Die Anbetung 10 x 12 x 10 cm

 

Eiermadonna 25 x 40 cm

 

Kleine Eiersammlung 15 x 20 x 2 cm

 

Eiersymphonie 20 x 15 cm

 

Nächster bitte  4 x 4 x 7 cm

 

Legemaschine 10 x 13 x 3 cm

 

Ei des Kolumbus 20 x 8 x 7 cm

 
Schriftzug

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