Text zur Kunst

Orakel-Altäre

Die Orakel-Altäre beziehen sich auf die Weissagungen der Orakelpriesterin im Tempel von Delphi.

Das Orakel (Pythia= Drache), saß auf einem Dreifuß über einer Erdspalte, aus der ein geheimnisvolles Gas quoll, das sie in Trance versetzte. Man glaubte, dass in diesem entrückten Zustand der Gott Apollon aus ihr sprach. Heute nimmt man an, dass es sich um eine Mischung aus Methan und Kohlendioxid handelte, welches bei den Priesterinnen Sauerstoffmangel hervorrief, der sie in Trance versetzte.
Die Pythien wurden nicht besonders auserwählt – es waren einfache Frauen aus der Stadt Delphi. Sie mussten jungfräulich sein und bleiben. Zu Beginn des Orakelkultes übten auch junge Mädchen das Amt aus, doch nach Übergriffen von Pilgern wurden nur noch reife, über 50jährige Frauen zu Pythien. An stark frequentierten Tagen arbeiteten mehrere der Priesterinnen sogar im Schichtbetrieb.

In meinen Arbeiten übernehmen unter anderem, alte zoologische Präparate die Rolle der Priesterinnen von Delphi, sie erinnern an Wesen einer längst vergessenen Zeit.


"Einer der merkwürdigsten Züge in meinem Charakter ist gewiß der seltsame Aberglaube, womit ich aus jeder Sache eine Vorbedeutung ziehe und in einem Tag hundert Dinge zum Orakel mache (...) Jedes Kriechen eines Insekts dient mir zu Antwort über mein Schicksal. Ist das nicht sonderbar von einem Professor der Physik?"

(Georg Christoph Lichtenberg)

Dreibein 5 x 5 x 10 cm

 

Krösus 20 x 27 cm

 

Objektkasten 15 x 23 cm

 

Objektkasten 25 x 40 cm

 

Ausschnitt

 

Objektkasten 25 x 40 cm

 

Ausschnitte

 

Objektkasten 25 x 40 cm

 

Ausschnitt

 
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