Natura Artis Magistra

Expedition zur Artenvielfalt
Eine einjähriges Kunstprojekt

Unter der Schirmherrschaft von
Gabriela Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn
In den labyrinthartigen Kellern und Forschungsräumen des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig in Bonn, ist die Artenvielfalt größer, als irgendwo sonst in Deutschland. In nüchternen Aktenschränken und tausenden von Schubladen verbergen sich faszinierende, (schaurig-) schöne und phantastische Geschöpfe, die eigentlich nur Wissenschaftlern zugänglich sind. Die Künstlergruppe „Tripolar“ (Ines Braun, Iris Stephan und Anja Schindler) hat sich jetzt in diesem einmaligen Kosmos eingenistet und nutzt die konzentrierte Forschungsatmosphäre um sich zeichnend, fotografierend und mit künstlerischem Blick durch die Bestände des Museums zu graben.

In einer spannenden, einjährigen Projektarbeit werden die Künstlerinnen die Sammlungen als Inspirationsquelle für eine künstlerische Auseinandersetzung nutzen und als Nährboden für die Phantasie aufbereiten. Neben Studien, Zeichnungen und Malerei entstehen Installationen und Objektserien, die sich ähnlich phantasievoll und überraschend wie ihre Vorlagen präsentieren werden. Als Höhepunkt plant „Tripolar“ auf Einladung von Professor J. W. Wägele, Direktor des Museum Koenig, eine Ausstellung, die auf der prozesshaften Auseinandersetzung mit der Artenvielfalt basiert. Daß die Ausstellung „Natura artis magistra“ (Die Natur als Lehrmeisterin der Kunst) im „Internationalen Jahr der Biodiversität“ stattfinden wird, ist nur folgerichtig.


www.natura-artis-magistra.blogspot.com

 

Pressestimmen:

www.general-anzeiger-bonn.de

SWR Fernsehen Landesart

Junge-Kunst (Magazin)

WDR 5 Radio

WDR 3 Radio

Songjiang Art Museum / Shanghai / China


www.continental-drift12.blogspot.com


Continental Drift
11 Künstlerinnen und Künstler Chinesisch-deutsches Austauschprojekt
 
Der Geowissenschaftler Alfred Wegener entwickelte 1912 die Theorie der Kontinentalverschiebung: Die Erde verändert sich. Naturkräfte wirken auf sie ein. Kontinente lösen sich voneinander, driften aufeinander zu, bilden riesige Landmassen, werden zu tausend Inseln auseinander gerissen. Diese  spannende Thematik ist Schwerpunkt des Internationalen Kunstprojektes „Continental Drift“ . Die Künstler stellen sich der Herausforderung Trennendes und Verbindendes in ihren Arbeiten und Ansichten zu entdecken ohne kulturelle oder persönliche Eigenheiten in Frage zu stellen. Und so werden in diesem Projekt einzelne Positionen zu einem spannenden gemeinsamen Ergebnis  zusammengeführt, in dem die höchst individuelle Ausdrucksform jedes einzelnen Künstlers sichtbar wird Malerei, Fotografie, Collage, Objektkunst. Die interkontinentale  Zusammenarbeit wird neue Impulse setzen. Dabei wird der Dialog der Arbeiten, der Künstler und der Rezipienten das unverrückbare Herzstück bilden. Man kann sich auf eine grenzüberschreitende Ausstellung gefasst machen. Auf Ernstes und Heiteres, auf Gewaltiges und Zartes, auf Hintergründiges und Wegweisendes. Auf trennende und untrennbare Kräfte. Yin und Yang ...




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Rapunzel Komplott

"Ich habe so heftiges Verlangen nach Rapunzeln: Ich werde sterben, wenn ich keine zu essen bekomme."

So überzeugt im Märchen "Rapunzel" die liebe schwangere Ehefrau, die Mutter von Rapunzel, ihren rechtschaffenden Mann die saftigen, grünen Rapunzeln aus dem Nachbargarten zu stehlen. Und damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf: Die Besitzerin des Nachbargartens ist eine versierte Zauberin, der Mann lässt sich beim partnerschaftlich motivierten Mundraub erwischen und verspricht der Zauberin als Buße für den Raub nichts geringeres als das ungeborene Kind. Und so nimmt die Geschichte ganz im Stil eines typischen, von den Gebrüder Grimm notierten Märchens schnell Fahrt auf: Das heranwachsende Mädchen Rapunzel wird in einen Turm gesperrt und ist ab dann nun mehr per Zopfleiter zu erreichen. Dennoch kommt irgendwann ein Prinz vorbei, es passieren erste Liebe und ungewollte Schwanger- schaft, eine Verbannung in die Wüste, der Prinz wird blind und erlangt am Ende das Augenlicht zurück und, es war zu erwarten, das junge Paar lebt glücklich und zufrieden bis ans Lebensende.
Die Künstlerinnen Iris Stephan und Julja Schneider nähern sich dem außer- gewöhnlichen Ausstellungsort Zündorfer Wehrturm eben auf den Spuren dieses Märchens. Und so spannen sie im Laufe dieser Annäherung einen weiten Bogen der einige mehr oder weniger existenzielle Modi des Menschseins tangiert: Das Verlangen, die Schuld, der Verfall, unerwünschtes Eremitendasein, Dummheiten, die man um der Partnerschaft Willen begeht und am Ende auch die Erlösung durch Liebe.

 


Durch den Einsatz von Malerei, Objekt und Installation werden sie die Stationen im Leben des Mädchens Rapunzel sichtbar machen, künstlerisch aufgreifen und weiterentwickeln. Und so warten Arbeiten voller Humor, Abstraktion und Assoziation auf den Besucher der Ausstellung im Zündorfer Wehrturm. Sicher ist, dass anhand der zeitgenössischen Kunst ein Stück der Motive des Märchens unseren Alltag spiegeln werden und sich die einen oder anderen Besucherinnen und Besucher darin wiederfinden können. Ob am Ende allerdings tatsächlich ein langer, blonder Zopf aus dem oberen Turmfenster baumeln wird, ist noch unklar. Klar hingegen ist, dass auch das namensgebende Kraut eine tragende Rolle in der Gesamtkomposition der Ausstellung spielen wird. Denn das ist bei weitem nicht so exotisch, wie der verwunschene Namen vermuten ließe: Rapunzel ist schlicht und ergreifend eine etwas altmodische Bezeichnung für Feldsalat.

ProCon6

AberGlaube


Das Reich des Aberglaubens liegt im Land der Phantasie. Weit entfernt vom Festland der Wissenschaft, umgeben von einem Meer aus Unwissenheit und Ängsten. Das Gebiet wird von einem Teppich aus Blüten der Angst und profanen Wünschen überzogen und jeder, der hierhin vordringt, wird verblüfft sein über die Vielfalt und Bizarrheit der Wuchsformen.
Die Künstlerinnen Ines braun und Iris Stephan haben Kontakt zu diesem fremden Gebiet aufgenommen. Sie werden mit künstlerischen Ausdrucksmitteln versuchen, einigen der legendären Riten, verzauberten Dingen und magischen Kräften auf die Spur zu kommen. Und das nicht nur aus zweiter Hand oder per Internet, sondern durch ganz eigene Erfahrungen. Aufenthalte in alten Burgen oder Schlössern gehören ebenso dazu, wie der Besuch einer modernen Kräuterhexe, aber auch die Auseinandersetzung mit mittelalterlichen Textarchiven und dem Aufspüren fast vergessener Geschichten. Im Vordergrund bei diesem Kunstprojekt steht allerdings die Begegnung mit dem Menschen. Seine Ängste und kleinen Alltagssorgen, die Ungewißheit der Zukunft und die oft spürbare Verlorenheit der Existenz bilden einen fruchtbaren Boden für obskure Verschwörungstheorien, Hellseherei, Orakelbefragungen und Schutzamulette: Der Aberglaube als Projektionsfläche für das Unbewußte.

 

www.aber-glaube.blogspot.com
 

die kunstkreditkarte
ist ein kunstwerk im bekannten standartformat von 8,5 mal 5,5 zentimetern mit abgerundeten ecken. vertreten sind collagen und malerei und ätzungen und zeichnungen und …. alle sind ausschließlich einzigartige originale, keine kopien, keine computerausdrucke. jedes dieser aufwendig gearbeiteten unikate ist handsigniert, nummeriert und wird mit einem persönlichen zertifikat in einer schmuckdose angeboten. der preis einer kunstkreditkarte beträgt 78 euro und macht die kunst für jeden interessierten erschwinglich. das kunstwerk kann gerahmt, an sicherem ort in der dose verwahrt, in der tasche getragen, gesammelt, den geliebten, kindern, eltern oder auch geschäftskunden geschenkt, mit anderen getauscht, weiterverschenkt oder verkauft werden.

die kunstkreditkarte
berechtigt den kaufenden ein jahr lang zu einem garantierten rabatt von zehn prozent in den ateliers der beteiligten künstler einzukaufen. bei erwerb der karte erhält der kaufende ein zertifikat, dass ihm die gültigkeit seiner karte bescheinigt. dieses muss bei einem besuch und einem eventuellen kauf im atelier vorgelegt werden. somit ist die kunstkreditkarte keine kreditkarte im eigentlichen sinne und auch keine paybackkarte, erst recht keine telefonkarte und schon gar nicht eine krankenkassenkarte, natürlich auch keine ec-karte, auch keine mitgliedskarte, ebenfalls keine treuekarte, streng genommen auch keine rabattmarkenkarte – wenngleich die funktion hier in die irre führen kann – ist keine codekarte auch keine art neuer führerschein für kunst, auch keine  blutgruppenkarte, natürlich auch keine künstlerausweiskarte, auch berechtigt diese karte nicht zur teilnahme an irgendeinem miles-and-more-programm irgendeiner fluggesellschaft, mit dieser karte kann man keine videos billiger ausleihen, keinen saunaplatz im thermalbad reservieren und eine kurkarte will und kann sie auch nicht sein. sie ist schlicht und ergreifend eine kunstkreditkarte, die den kaufenden beim kauf einer arbeit im atelier berechtigt, schamlos garantierte zehn prozent rabatt herauszuhandeln.

BIS KEINE WORTE MEHR SIND


... impliziert die Frage, was hinter der Sprache oder jenseits der Worte liegt. Wenn man alle Information abzieht und damit den Kopf verstummen lässt, dann spricht der Bauch. Das Gefühl und die Erinnerung bleiben übrig, Damit setzen sich die beiden Künstlerinnen Iris Stephan und Ines Braun auseinander. Sie befragen in ihren Arbeiten vergangenes Leben und Erleben, das unter den Schichten der Zeit begraben liegt. Sie bergen überholte Ansichten, philosophische Gedanken und unzeitgemäße Ideen, indem sie Dachbodenfunde, alte Dokumente, vergangenen Diagnosen und gebrauchte technische Geräte in ihre Arbeiten einbeziehen.

Die Bilder, Objekte und auch die raumbezogenen Installationen, die eigens für diese Ausstellung konzipiert wurden, bieten dem Betrachter Projektionsflächen, denn jeder Mensch bringt durch seine Individualität, sein Wissen und seine Lebenserfahrung eigene Emotionen und Erinnerungen mit, die nur er lebendig werden lassen kann.

www.biskeinewortemehrsind.blogspot.com




 

Resonanzen


Als Resonanz werden in der Physik Vorgänge bezeichnet, bei denen ein schwingungsfähiges System mit seiner Eigenfrequenz durch Energiezufuhr angeregt wird. In diesem Fall beträgt die Phasenverschiebung zwischen Erreger und erzwungener Schwingung 90 Grad, der Energieübertrag auf das schwingungsfähige System ist in diesem Fall maximal. Hierdurch kann die Amplitude des angeregten Systems auf ein Vielfaches der Erregeramplitude ansteigen…… (Wikipedea)
 

www.resonanzen-tepla.blogspot.com


 

Projekte

LWL - Landesmuseum für Archäologie Herne
www.aber-glaube.blogspot.de

AberGlaube - Moderne Kunst trifft archäologische Funde

...Auch hier sehen die Künstlerinnen Ursache-Wirkungs-Konstrukte am Werk – womöglich hat sich der Mensch ja auch seine Götter aus­gedacht, um sich die Welt zu erklären –, die allerdings per definitionem nicht hinterfragt werden können. Was Religionen in den Augen des Duos allerdings nur um so verdächtiger macht. „Wir haben großen Respekt vor religiösen Menschen und wollen niemanden bekehren“, sagen Ines Braun und Iris Stephan, „aber wer glaubt, im Besitz des wahren Glaubens zu sein, kann schnell in Versuchung geraten, sich von Mitmenschen abzugrenzen, die einer anderen Heilslehre anhängen. Dann wird der Glaube des Gegen­übers zum Aber­glauben.“ Zusammen mit den Macht­ansprüchen, die große Religionsgemeinschaften erheben und vielleicht erheben müssen, um eine große Schar von Gläubigen über Jahrhunderte auf dem rechten Weg zu halten, kann daraus ein giftiges Gebräu entstehen: „Die größten Probleme unserer Zeit haben mit Religionen zu tun“, so die Künstlerinnen. Was also ist zu tun? Mit Aufklärung – Wissenschaft – allein ist dem Problem kaum beizukommen: Zu stark verdrahtet ist die Ursache-Wirkungs-Maschine in unserem Gehirn, zu stark die Tendenz des Menschen, an „bewährten“ Glaubensinhalten festzuhalten, zu sehr haben sich vor allem Religionen gegen „weltliche“ Argumente immunisiert. Aber Kunst kann Dinge leisten, die die Wissenschaft nicht vermag.

(Auszug aus dem Katalogtext von Dr. Stefan Albus)

 

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Schriftzug

Mittelrheinmuseum Koblenz

Die Kunstkreditkarte

Resonanzen / Tschechien


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Pro08Klein

LWL - Museum Herne

Songjiang Art Museum / China

AberGlaube

Museum Zündorfer Wehrturm

Museum Alexander König
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